Zeckenschutz: Sicher durch Wald und Wiese

aktuell, 25.04.2026

Warum einfaches Absuchen nicht ausreicht und welche entscheidenden Handgriffe Ihr kennen musst, um Euch wirksam vor den Blutsaugern zu schützen.

Mit den steigenden Temperaturen im April werden auch die Zecken (vor allem der Gemeine Holzbock) aktiv.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung lassen sich die Blutsauger dabei nicht von Bäumen fallen, sondern lauern in Gräsern, Farnen und im Unterholz auf ihre Wirte. Da Zecken bereits ab ca. 7 °C aktiv werden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Vorsorgemaßnahmen!

Zeckenstich
(KI-generiertes Foto)

 

Prävention: Den Kontakt vermeiden

Der beste Schutz beginnt bereits vor dem Spaziergang oder der Gartenarbeit - etwa bei der richtigen Kleidung! Tragt möglichst helle Kleidung (darauf lassen sich die dunklen Zecken leichter entdecken) und lange Hosen. Zieht die Socken über die Hosenbeine – das sieht zwar nicht sonderlich modisch aus, verhindert aber, dass Zecken direkt auf die Haut krabbeln.

Anti-Zeckensprays bieten darüber hinaus einen chemischen Schutz für mehrere Stunden. Achtet auf Wirkstoffe wie Icaridin oder DEET.

Bleibt zudem nach Möglichkeit auf festen Wegen und meidet hohes Gras oder dichtes Gebüsch.

Nach der Rückkehr: Der Zecken-Check!

Zecken stechen selten sofort zu; sie wandern oft stundenlang am Körper entlang, um eine dünne, warme Hautstelle zu finden.

Sucht zunächst den gesamten Körper gründlich ab - bestenfalls unter der Dusche. Bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Leistengegend, Achselhöhlen, hinter den Ohren und der Haaransatz.

Zecken können auf der Kleidung überleben. Ein kurzes Ausschütteln reicht oft nicht aus; im Zweifelsfall hilft der Wäschetrockner bei hoher Temperatur.

 

Erste Hilfe: Wenn es doch zum Stich kam

Sollte eine Zecke zugestochen haben, ist schnelles Handeln entscheidend, da Erreger wie Borrelien meist erst nach 12 bis 24 Stunden Saugzeit übertragen werden (FSME-Viren hingegen sofort).

Nutzen zur Entfernung eine spezielle  Zeckenzange, eine Pinzette oder eine Zeckenkarte. Greift das Tier so nah wie möglich an der Hautoberfläche (am Beißwerkzeug, nicht am vollgesogenen Körper) und zieht es langsam und gerade heraus.

Wichtig: Verwendet bei der Entfernung keine Hausmittel! Diese setzen die Zecke unter Stress, wodurch sie erst recht Krankheitserreger in die Wunde abgibt.

Desinfiziert die Einstichstelle nach der Entfernung mit Alkohol oder einer Jodsalbe desinfizieren.

Warnsignale beachten!

Beobachtet die Einstichstelle über die nächsten 14 Tage. Sucht einen Arzt auf, wenn:

Die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) auftritt – ein roter Ring, der sich um die Einstichstelle ausbreitet.

Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten.

Die Zeckenprognosen für Eure Region findet Ihr hier!

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