aktuell, 22.01.2026
Deutschland vor spannender Wetterwende
Zwischen tiefem Winter und möglicher Milderung: In der kommenden Woche entscheidet sich, ob das Eishoch standhält oder ein Atlantiktief das Wetter grundlegend umkrempelt.
Bis zum Wochenende bleibt die Wetterlage in Deutschland zunächst vergleichsweise ruhig. Am Sonntagabend setzt jedoch von Südosten her verbreitet Schneefall ein. Damit zeigt sich das Wetter noch einmal von seiner winterlichen Seite – und das mindestens bis Montag.
Einige Wettermodelle hatten zuletzt für die kommende Woche eine rasche Milderung angedeutet: Im Raum stand dabei das Szenario eines sogenannten „Bombenzyklons“ über dem Atlantik – eines extrem schnell erstarkenden Tiefdrucksystems, das milde Luft nach Mitteleuropa führen könnte. Die neueren Modellläufe bestätigen dieses Szenario derzeit jedoch nicht eindeutig.
Stattdessen deutet sich zunächst eine Fortsetzung des winterlichen Wetters an. Bis einschließlich Montag heißt es vielerorts: Winter pur. Entscheidend wird die Frage sein, ob und wann ein kräftiges Atlantiktief in der kommenden Woche tatsächlich gegen das stabile Eishoch über Osteuropa ankommt.
Aktuell sieht es danach aus, dass ein Übergang frühestens ab Mittwoch möglich wäre. Bis dahin gibt es vor allem im Norden und Osten Deutschlands wiederholt Schnee und Eis, während im Westen zunehmend Regen einsetzt.
Besonders markant wären die Temperaturgegensätze: Während in Ostdeutschland, etwa in Frankfurt (Oder), um die 0 Grad Celsius zu erwarten sind, könnten am Oberrhein gleichzeitig 10 bis 13 Grad erreicht werden. Temperaturunterschiede von bis zu 10 bis 15 Grad innerhalb Deutschlands wären damit möglich.
Auch Wind, Niederschlag und Glätte würden regional sehr unterschiedlich ausfallen. Ob der Winter letztlich vom Atlantik „abgeräumt“ wird oder das Eishoch weiter dominiert, bleibt vorerst offen – die Wetterlage bleibt also spannend!
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